Energieinfos


Ölwerte stagnieren zum Wochenbeginn (19.10.2022)

Ölwerte stagnieren zum WochenbeginnDie Ölwerte hatten zuletzt wieder zugelegt und damit die Verluste der letzten Woche wieder anteilig kompensiert. Die Verluste der letzten Woche lagen fast ausschließlich am günstigeren Dollar-Kurs für Öleinkäufer. Auch ein stärker werdender Euro könnte Ölprodukte hierzulande wieder vergünstigen.

Ein Leck in der Heizölpipeline „Druschba“ hingegen könnte die Belieferung der Raffinerie Schwedt beeinflussen und Destillate von dort könnten teurer werden, über die Pipeline werden zudem noch weitere mitteleuropäische Länder beliefert.

Die Konjunkturprognosen deuten weiterhin auf eine Rezession hin und auch weiterhin bleiben die Nachfragesorgen der Anbieterländer. Selbst wenn die IEA vor einer Destabilisierung des Energiemarktes warnt, welche infolge der jüngsten Kürzung der Fördermengen der OPEC+ Staaten, als ein mögliches Szenario betrachtet wird. Die Kürzung erfolgte um die jüngsten Verluste beim Ölpreis auszugleichen und diesen weiterhin hoch zu halten. Davon profitiert hier insbesondere Russland, die durch sanktionierte Exportmengen so höhere Einnahmen erzielen. Auch wenn von einem allgemeinen Rückgang der Nachfrage ausgegangen wird, könnte sich gerade in Europa ein anderes Szenario abzeichnen, hier könnte fehlendes Gas zunehmen durch Erdöl substituiert werden, dies ist nicht nur bei Gaskraftwerken eine realistische Möglichkeit.

Zu Stunde liegt das amerikanische WTI bei 83,77 US-Dollar während das europäische Brent mit 90,64 US-Dollar jeweils je Fass zu Buche schlägt. Brent ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gerade mal 5 US-Dollar teurer (85,80 US-Dollar je Barrel), während WTI heute vor einem Jahr nur knapp 20 Cent billiger war als heute (83,52 US-Dollar je Barrel).

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